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Jack Wolfskin setzt sich mit Abmahnungen in die PR-Nesseln

Tuesday, 20 October 2009, Skurriles

abmahnirrsinn
Jack Wolfskin hat sich innerhalb von zwei Tagen ein ordentliches PR-Desaster eingehandelt, nachde der Hersteller von Outdoor-Kleidung Abmahnungen an Hobby-Bastler verschickte, die auf der Handarbeiten-Platform Dawanda selbstgebastelte Dinge mit einem Tatzenmotiv verkauften. Nach Ansicht von Jack Wolfskin bedeutete dies eine Copyright-Verletzung, da die benutzten Tatzenmotive teilweise (!) entfernt (!) an ihr Wolfstatzen-Logo erinnerte.

Überraschte Hobby-Bastlerinnen fanden nun Post von Jack Wolfskin im Briefkasten mit einer Abmahnung. Der Streitwert wird zwischen 20.000 und 25.000 Euro beziffert, woraus sich Anwaltsgebühren von knapp 1000 Euro pro abgemahnten Bastler ergeben. Selbst wenn es sich um glitzernde Katzenpfötchen auf einer Handtasche handelte. Wenn der Betrag nicht binnen drei Wochen überwiesen wird und eine Unterlassungserklärung unterschrieben wird, sollen "weitere gerichtliche Schritte" folgen.

Doch wie schon beim PR-Gau des Sportartikelherstellers Jako vor einigen Wochen, unterschätzte Jack Wolfskin die Blogosphäre. Kaum meldeten sich bei Dawanda die ersten Betroffenen, die Post bekommen hatten, ging die Geschichte wie ein Lauffeuer durch das Internet. Nicht nur zahlreiche Blogs sondern auch Spiegel Online berichteten über den Vorfall. Bleibt abzuwarten wie lange es dauert, bis Jack Wolfskin nun zurückrudert.

nf.

Tags: jack wolfskin, bizarr,