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Scamville statt Farmville bei Facebook & Co?
Monday, 2 November 2009, Netzwelt
US-Blogger Michael Arrington hat in seinem Blog TechCrunch dubiose Methoden von Social Games-Herstellern wie Zynga aufgedeckt, die u.a. die bei Facebook und Myspace sehr beliebten Spielchen Farmville und Mafia Wars betreiben. Die Spiele sind zunächst einmal kostenlos, doch gegen Zahlung von kleinen Barbeträgen, die in "in Game Credits" umgemünzt werden können, kann man sich verschiedene Vorteile in den Spielen erkaufen. Wer lieber kein echtes Geld gegen virtuelles Geld eintauschen möchte, hat scheinbar auch die Möglichkeit virtuelles Geld auf anderen Wegen zu verdienen, z.B. durch das Mitmachen bei Online-Umfragen.Viele solcher Umfragen führen jedoch direkt in Abofallen, indem der Umfragebetreiber das Ergebnis nur per SMS mitteilen will und der Mitmacher durch das Eingeben seiner Telefonnummer unbewusst ein Abo erwirbt. Ärgerlich ist laut Arrington dabei weniger die ärgerliche Praxis der Spieleanbieter wie Zynga, deren erfolgreiches Spiel Farmville er bereits in "Scamville" umgetauft hat, sondern vor allem, dass Facebook und Myspace solche Praktiken zulassen, weil sie natürlich daran mitverdienen. Ehrliche Betreiber von Social Games wie Playdom und Slide haben keine Chance gegen umsatzstarke Firmen wie Zynga, die mit dem verdienten (oder erschwindelten) Geld entsprechend große Werbekampagnen fahren können, die ihnen wiederum neue Spieler zuführt.
Zynga hat in einem Jahr angeblich 50 Mio US-Dollar für Werbung bei Facebook ausgegeben und damit einen maßgeblichen Anteil daran, dass Facebook so schnell schwarze Zahlen schreiben konnte. Den vollen Bericht kann man bei TechCrunch nachlesen. Was für den US-Markt gilt, gilt natürlich auch hier, wo Farmville oder Mafia Wars genauso gerne gespielt wird.


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