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iBook-Store: Apple muss e-Books mit Kopierschutz ausliefern
Tuesday, 16 February 2010, Netzwelt
Apple droht zum Start des iBook-Store im März ein Flop: Nach einem Bericht der Los Angelees Times bestehen die amerikanischen Buchverläge darauf, dass ihre e-Books nur mit Kopierschutz ausgeliefert werden. Die Buchbranche hat scheinbar nichts aus dem Debakel der Musikindustrie gelernt, die sich nach jahrelangen zähen Grabenkämpfen endlich vom verhaßten DRM (Digital Rights Management) verabschiedet hat.Der DRM-Kopierschutz war gerade bei CDs ausgesprochen unpopulär, da es oft nicht möglich war, eine legal im Handel gekaufte CD z.B. in tragbaren Geräten oder im Auto abzuspielen und war wohl mit für den sinkenden Umsatz von CDs verantwortlich. Auch legale Musikdownloads verkauften sich nur schleppend ? bis DRM endlich abgeschafft wurde. Seitdem boomt die Branche.
Wenn Apple nun eBooks mit dem eigenen Kopierschutz "Fairplay" ausliefert, liegt es auf der Hand, dass die Verläge sich damit nur selbst im Weg stehen. Wer will schon für eBooks bezahlen, die dann ausschließlich auf dem eigenen iPhone (oder bald auf dem iPad) gelesen werden können, ohne eine Chance das Gelesene weitergeben zu können? Jedes normale Buch lässt sich schliesslich problemlos an Freunde und Familie verleihen, verschenken, verkaufen oder eintauschen.
Apple selbst hat sich übrigens auch gegen DRM ausgesprochen ? und einige modern-denkende Verläge geben ihre eBooks auch ohne Kopierschutz frei. Da wird man wohl an den Verkaufszahlen schnell sehen können, was beliebter ist.


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